A11.2.5 Kopfschmerz zurückzuführen auf ein zervikales myofasziales Schmerzsyndrom

Diagnostische Kriterien:
  1. Kopf und/oder Nackenschmerzen, die das Kriterium C erfüllen
  2. Es wurde ein Ursprung myofaszialer Schmerzen in der Nackenmuskulatur einschließlich reproduzierbarer Triggerpunkte nachgewiesen
  3. Ein kausaler Zusammenhang kann durch wenigstens zwei der folgenden Kriterien gezeigt werden:
    1. Einer oder beide der folgenden Kriterien sind erfüllt:
      1. Der Schmerz hat sich in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Beginn des zervikalen myofaszialen Schmerzsyndroms entwickelt
      2. Der Schmerz hat sich parallel zur Besserung des zervikalen myofaszialen Schmerzsyndroms deutlich verbessert
    2. Durch Druck auf die beteiligten Halsmuskeln wird eine entsprechende Druckschmerzhaftigkeit ausgelöst
    3. Der Schmerz wird durch Injektionen von Lokalanästhetika in Triggerpunkte oder durch Triggerpunktmassage temporär beseitigt.
  4. Nicht besser erklärt durch eine andere ICHD-3-Diagnose.
Kommentar:

Das myofasziale Schmerzsyndrom und seine Beziehung zu so genannten „Triggerpunkten“ ist umstritten. Es ist durchgängig schwierig gewesen, mutmaßliche Triggerpunkte nachzuweisen, und das Ansprechen auf Behandlung variiert.