8.1.11 Kopfschmerz zurückzuführen auf den Gebrauch oder Exposition einer anderen Substanz

Beschreibung:

Kopfschmerz, der während oder kurz nach dem Gebrauch oder der Exposition einer oben nicht beschriebenen Substanz auftritt und durch diese verursacht ist. Mögliche Substanzen schließen pflanzliche, tierische und andere organische oder anorganische Substanzen ein, die von Ärzten oder Laien mit dem Ziel einer medizinischen Wirkung gegeben werden, auch wenn sie nicht als Arzneimittel zugelassen sind.

Diagnostische Kriterien:
  1. Kopfschmerz, der das Kriterium C erfüllt
  2. Exposition gegenüber einer oben nicht beschriebenen Substanz
  3. Ein kausaler Zusammenhang kann durch beide der folgenden Kriterien gezeigt werden:
    1. Der Kopfschmerz hat sich innerhalb von 12 Stunden nach der Exposition entwickelt
    2. Der Kopfschmerz ist innerhalb von 72 Stunden nach der Exposition verschwunden
  4. Nicht besser erklärt durch eine andere ICHD-3-Diagnose.
Kommentar:

8.1.11 Kopfschmerz zurückzuführen auf Gebrauch oder Exposition einer anderen Substanz schließt Kopfschmerzen ein, die durch pflanzliche, tierische und andere organische oder anorganische Substanzen hervorgerufen werden, die von Ärzten oder Laien mit dem Ziel einer medizinischen Wirkung gegeben werden, auch wenn sie nicht als Arzneimittel zugelassen sind. Er wurde mit einer Reihe von organischen und anorganischen Substanzen in Zusammenhang gebracht. Die folgenden Substanzen werden am häufigsten genannt:

Anorganische Verbindungen: Arsen, Borat, Bromat, Chlor, Kupfer, Jod, Blei, Lithium, Quecksilber und Tolazolinhydrochlorid.

Organische Verbindungen: Anilin, Balsam, Kampfer, Kohlenstoffdisulfid, Kohlenstofftetrachlorid, Chlordecon, EDTA, Heptachlor, Hydrogensulfid, Kerosin, Methylalkohol, Methylbromid, Methylchlorid, Methyljod, Naphthalen, organische Phosphorverbindungen (Parathion, Pyrethrum).

Die Kopfschmerzcharakteristika eines 8.1.11. Kopfschmerzes zurückzuführen auf Gebrauch oder Exposition einer anderen Substanz sind in der Literatur nicht hinreichend definiert und sehr wahrscheinlich abhängig von der Substanz. Meist sind sie dumpf, kontinuierlich vorhanden, diffus lokalisiert und von mittelstarker bis starker Intensität.