13.7 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine ischämische Lähmung des N. oculomotorius

Beschreibung:

Einseitiger frontaler und/oder periorbitaler Schmerz, verursacht durch und begleitet von anderen Symptomen und/oder klinischen Zeichen einer ischämischen Parese des/der ipsilateralen 3., 4. und/oder 6. Hirnnervs/Hirnnerven.

Diagnostische Kriterien:
  1. Einseitiger frontaler und/oder periorbitaler Kopfschmerz, der Kriterium C erfüllt
  2. Klinischer Nachweis sowie Nachweis durch bildgebende Verfahren, der einen Kopfschmerz zurückzuführen auf eine ischämische Lähmung des N. oculomotorius1 bestätigt.
  3. Ein kausaler Zusammenhang kann durch die beiden folgenden Kriterien gezeigt werden:
    1. Der Kopfschmerz ist ipsilateral zur Lähmung des N. oculomotorius
    2. Der Kopfschmerz hat sich in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Lähmung des N. oculomotorius entwickelt.
  4. Nicht besser erklärt durch eine andere ICHD-3-Diagnose.
Anmerkung:
  1. Ein 13.7 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine ischämische Lähmung des N. oculomotorius kann vor dem oder gleichzeitig mit dem Beginn der Diplopie auftreten.
Kommentar:

Die Mehrheit der Lähmungen des N. oculomotorius ist schmerzhaft, ungeachtet dessen, ob ein Diabetes vorliegt oder nicht. Der Schmerz tritt am häufigsten bei Patienten mit Lähmungen des 3. Hirnnervs auf, weniger bei solchen mit einer Parese des 6. Hirnnervs und am wenigstens im Fall einer Parese des 4. Hirnnervs.